Mein neuer TabletPC das Wetab

15. Dezember 2010 Posted by Peter

Ich habe im Frühjahr 2010 von einem “deutschen Tablet” gehört und damals wurde es noch als WePad angekündigt.
Um eventuellen Problemen mit einer Obstsorte aus dem Weg zu gehen hat man es in WeTab umbenannt.

In er Zwischenzeit kann man so viel schlechtes darüber lesen und es wird einem regelrecht abgeraten es zu kaufen. Meistens von Anhängern einer bekannten Obstsorte (Apple), denn es wurde als sogenannter “IPad Killer” von den Medien angekündigt.

Von einem IPad ist das Gerät aber meilenweit entfernt.

Kurz zur Technik:
Es arbeitet ein Intel Atom N450 Hyperthreading Prozessor mit 1,66 Ghz,
(zur Zeit) 1 Gigabyte Hauptspeicher und 32 Gigabyte SSD-Festplatte, WLAN
Zusätzlich 2 x USB, 1 x SD-Card, 1 x GSM-Card (Handykarte),
ein HDMI-Ausgang mit Crystal Chip,ein Lagesensor und ein GPS-Empfänger.
Der Touchscreen kann leider nur 2 Finger gleichzeitig erkennen, aber ich brauch es nicht zum Spielen…

Unterm Strich es ist ein Netbook, aber mit GSM-Handykarte, GPS also Navigation und dem Lagesensor, der das Display drehen lässt, wenn man das Gerät dreht und der HD-Videos in Full-HD ausgeben kann.

Immerhin… 570 € habe ich dafür gezahlt. Es gibt zwar inzwischen Netbooks, die billiger sind, jedoch nicht mit GPS, Touchscreen etc.

Der Nachteil am Gerät:

  • Es hat einen sehr schlechten Ruf und es wird einem abgeraten von Leuten die es noch nie in Händen hielten. (Seltsame Welt)
  • Das Display ist nicht optimal, weil man von oben draufschauen muss, damit keine Fehlfarben auftauchen. Also nicht von der Seite ansehen.
  • Der Akku hält nur etwas mehr als 4 Stunden
  • Das Gewicht beträgt ein Kilo

Wenn man es kauft, bekommt man es mit MeeGo vorinstalliert. Eine Linux-Variante. Ganz ehrlich… Sie ist noch nicht ausgereift. Daher wurde sofort nach Alternativen gesucht.

Gefunden habe ich sie in Windows 7. Dadurch habe ich jetzt einen kompletten Touchscreen-fähigen Win7 Rechner. Es läuft *alles* drauf, was unter Win7 eben so läuft.

Mit RainMeter und der Oberfläche Omnimon hat man eine Windows-Mobile-Oberfläche zur Verfügung und die Oberfläche der “Schwesterhardware” ExoPC steht auch zur Verfügung.

Das schärfste aber… Man kann mit dem Teil auch telefonieren und natürlich SMS schreiben!

Telefonfunktion am WeTab

Mit dieser Ausstattung ist es ein kompletter Reise-Office-PC.

Werde noch mehr Artikel drüber schreiben, aber in der Zwischenzeit…
Infos und Hilfe gibts unter http://wetab-community.de

11 Responses to Mein neuer TabletPC das Wetab

  1. Reik says:

    Sehr informativer Artikel, ich werde mir das WeTap auch bald holen, auch wenn ich von einen Haufen Bugs gelesen habe.

  2. Peter says:

    Der Haufen Bugs ist auch im Moment eine Tatsache, was die MeeGo Oberfläche angeht. Sie ist zwar schon besser als in der Anfangszeit, aber trotzdem kann noch viel verbessert werden. Ich selbst komme mit Win7 hervorragend zurecht und verwende es nun wahrlich wie einen tragbaren PC und freue mich täglich über neue Funktionalitäten.

  3. Christian says:

    Ich bin auch seid einigen Wochen ein WeTab User und bin auch direkt auf Windows 7 umgestiegen. Deine Beschreibung finde ich absolut passen, allerdings ist das Gewicht für mich kein Problem, da ein vergleichbares Netbook auch nicht wirklich leichter ist. Und die Akkulaufzeiten kommen den Netbooks auch sehr nahe…

    Guter Artikel weiter so!
    Wir sehen und bei WeTab-Community!

    • Peter says:

      Ich hab kaputte Hände und da ist mir sogar das IPad auf die Dauer zu schwer.
      Ich träume von der Ausziehbaren Bildschirmoberfläche, die sich zusammenrollt, wenn man sie nicht mehr braucht :-)

      Ach ja. Ein Lenovo-Netbook war in der engeren Wahl. kostet 100 weniger, hat aber weder HDMI noch GPS etc aber dafür 500 gramm mehr. Also aus dem Betrachtungswinkel eines Netbooks ist es ein super Gerät und preislich voll OK

  4. Bernhard S. says:

    Das Wetab hat ein paar dicke Problem:
    - Die bestenfalls im Betastaus befindliche Software
    - Für Tablets denkbar ungeeignete, billigste Netbook-Hardware
    - Katastrophales Marketing
    - Heillos überforderte Softwareentwickler mit sehr dünnem finanziellem Fundament.

    Mein Fazit nach 14 Tage Testen:
    Das Wetab ist gut gemeint aber eben nicht gut gemacht. Ich wünsch der Wetab GMBH von Herzen, dass sie überleben und irgendwann ein überarbeitetes, ähnlich offenes Tablet mit ausgereifter Software und auf besserer Hardwarebasis heraus bringt.
    Die Zeichen der Zeit sprechen aber letztlich dagegen.
    Schade, aber 2011 kommen viele andere iPad-Herausforderer auf den Markt, sicher auch einige ebenbürtige Gegner

    • Peter says:

      :-) Ich hab mich absichtlich nicht zu sehr über die Software ausgelassen.
      Ich würde es einen Tick freundlicher formulieren, aber es kommt ungefähr hin.
      Deshalb habe ich auch Windows drauf gekippt. Ist zugegebenermaßen nicht für Tablets konstruiert, aber es geht erstaunlich gut
      Das ist nicht nur meine Rede, sondern das hat fast jeder gesagt. Fast deshalb, weil eine Kollegin in der Firma mit ihren langen Fingernägeln ein Problem damit hat :-)

      Beim Punkt “Für Tablets denkbar ungeeignete, billigste Netbook-Hardware” aber möchte ich einlenken.
      Wir wissen doch, dass Qualität gezahlt werden muss. Die manchmal tatsächlich von der Verarbeitung stammenden Fehler im Display sind … weils billig ist. ja. Aber wie viel zahlst du, wenn es Top-Hardware wäre?
      Ja genau. dann bekommst du es für das irre Geld, wie es die namhaften Hersteller anbieten.
      Eben nicht 570 sondern locker 900 – bis sagenhafte 2000 (was ich schon mal gesehen habe)

  5. Bernhard S. says:

    Das Hauptproblem des Wetabs ist doch gerade der Preis.
    Machen wir uns nix vor, die verbaute Hardware kostet in einem Netbook unter 300.-
    Das Wetab liegt aber preislich in der Region des iPads und deshalb ist Neofonie/42 gewissermaßen gezwungen, es auch als dessen Konkurrent zu vermarkten, obwohl es das eben keinesfalls ist.
    Für 300-350.- wäre das Wetab der absolute Kracher und den ganzen anderen Tablets in dieser Preisregion überlegen, bei knappen 600.- sind die vielen Mängel aber nur noch schwer tolerierbar v.a. im Vergleich zur Apfel-Referenz.

    Falls das jetzt alles furchtbar böse klingt, sorry, aber ich war einer der vielen Vorbesteller, der dann nach ein paar Wochen maßlos enttäuscht aufgegeben hat.
    Ich würde mit NIE ein iPad kaufen, aber das Wetab versagt im Vergleich dazu in so gut wie jedem Punkt. Leider.
    “Viel versprochen, wenig gehalten” war die Headline des Tests in der c´t – besser kann ich das eigentlich selbst auch nicht sagen.

    • Peter says:

      Nein. Da widerspreche ich dir.
      Sieh dir mal die identischen Geräte an, sei es ExoPC oder die italienische Variante oder Onkyo.
      Die sind vom Preis her wesentlich teurer. 800 und mehr.

      Und rüste mal das IPad mit den ganzen Kleinigkeiten aus, WebCam (nimm die billigste) USB und vor allem. Nimm 32 Gig + Wifi+3G
      Dann rechne mal genau nach. 569€ sind die derzeitige Messlatte vom Preis her. Die Netbooks in der Leistungsklasse mit der Ausstattung kosten auch mehr. Hab mich extra umgesehen, bevor ich das WeTab kaufte.

      Aber das ist nicht der Punkt.
      Irgendein Depp hat das WeTab als IPad-Ersatz, IPad-Killer dargestellt. Und das ist es nicht. (Hast du selbst bemerkt)

      Leider bietet man das WeTab nicht mit Win7 an.
      Das wären dann ca. 60 Euro mehr pro Gerät und es wird keiner wegen nicht vorhandener Software meckern, oder wegen Softwareproblemen.
      Alles geht, wenn man es sich drauf macht.
      Und es macht auch noch Spaß… Was ja wohl die Hauptsache sein sollte.

      Aber ich hab den Vorteil, dass ich Entwickler bin und eben auch andere OSe installieren kann. Für den “Normalo” ist das echt ein Problem

  6. Peter says:

    Ich spreche meistens mit Geschäftsleuten und wenn sie hören, dass man Win7 normal drauf laufen lassen kann. Unter Umständen mit Aufrüstung um 40 Euro auf 2 Gig, dann wird das Tablet als “Günstig” bezeichnet.

    Wie man es dreht und wendet. Es kommt immer drauf an, mit welchen Vorraussetzungen man es ansieht.
    Du bekommst zur Zeit in der Ausstattung und so kompakt kein anderes Gerät um den Preis.

    Gerade eben habe ich das ViewPad gesehen, aber das hat die Ausstattung vom kleinen und kostet da auch nur das gleiche.

    Und bitte hör auf es mit Androidbrettern zu vergleichen. :-)

  7. Olaf says:

    Hallo,

    Denke für diesen Erfahrungsbericht mit dem WeTab und dass man damit auch telefonieren kann. Die Komentare von vor zwei Jahren “…gut gemeint aber schlecht gebaut” und “…..dass die Firma wohl nicht überleben würde” sind Komentare von Kindern denen die Eltern Nike Schuhe und iPhones kaufen und nicht von Menschen die mit Begeisterung ETWAS Neues und Eigenes schaffen und auf die PR Kriege der Konkurrenten hereinfallen (schlechte Kritik = automatisches Aus einer Firma). Denen kann ich nur sagen: Kind wach auf und nehme an NEUEN openSource Projekten teil. Spende halt mal was anstatt nur zu meckern denn dass DU abgehört wirst und Deine Daten bei google, facebook & CO verkauft werden scheinst Du wohl noch nicht ganz begriffen zu haben….

    Eigentliche FRAGE zum Artikel:

    Wie lange hält denn der Akku wenn man das Ding auch als Telefon benutzt?
    Ich vermute dass Windoof dazu laufen muss weil Du im Screenshot ja MobilPartners laufen hast?

    Hast Du es auch auf Android versucht?

    THX & GREETS

    • Peter Herzog says:

      Ich telefoniere damit nicht.
      Ich nutze es als PC was tagtäglich am Sofa bereit steht. Und ich muss zugeben, dass ich fast nur noch unter Windows zugange bin. (Windows 8 developer)

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